Velo-Wädi-Clariden
| Startdatum | 10.5.25 |
| Enddatum | 10.5.25 |
Tourenbericht
| Jan Angst, Marleen Gosens, Marcel Plüss |
Topp Verhältnisse
Dong-dong-dong-…. 12-mal schlägt die Kirchenglocke. Pünktlich stehen wir zu dritt mit unseren vollgepackten Fahrrädern am Bahnhof Wädenswil, gespannt auf unseren Ausflug. Der Fast-Vollmond beleuchtet die leeren Strassen, wir düsen in Richtung Glarnerland, die Stimmung ist gut, noch können wir plaudern. Die grosse Frage beim Stopp in Linthal: nochmals Wasser füllen und dieses hochkurbeln oder gibt es auf dem Klausenpass Nachschub um diese Zeit? Wir gehen auf Nummer sicher und füllen genügend für die nächsten 3h Bergfahrt und die anschliessende Skitour auf den Clariden. Noch ist es ruhig auf der Passstrasse, erst ab 4 Uhr überholen uns die ersten Tourengeher, viele sind es nicht. Umso überraschter sind wir dann, als wir bei Sonnenaufgang auf dem Pass ankommen und den schon fast vollen Parkplatz sehen. Die meisten kommen aus dem Urnerland.
Nun das Velo entladen, an der Sonne aufwärmen, umziehen, etwas essen und um 7 Uhr geht es weiter. Der Schnee reicht noch bis zum Pass, der strahlend blaue Himmel lockt und die Skitourenmuskeln arbeiten (das müssen andere Muskeln sein, als die zum Velofahren, es geht erstaunlich flott voran).
Unglaublich viele Leute zieht es heute an diesen Berg, die Bedingungen stimmen auch. Auf dem Kettenweg zum Gipfel staut es sich, wir nutzen die Zeit zum Durchatmen und stehen um halb zwölf oben. Endlich! Was für ein Gefühl, nach so viel Anstrengung auf dem Clariden zu sein! Wärme und Müdigkeit sagen uns klar, dass wir nicht noch über das Tüfelsjoch zurück gehen, sondern auf dem gleichen Weg wie wir gekommen sind. Obwohl der Schnee schon recht zerfahren ist, fährt es sich leicht. Oben noch etwas harten „Powder“ von den letzten zwei Tagen, später Frühlingssulz. Wenn da nur nicht die versteckten Steine wären.
Nun folgt die schwierige Aufgabe, alles wieder so am Velo zu montieren wie vorher, damit den Pass runter nichts wackelt. In Unterschächen folgt ein Stopp im Restaurant und gestärkt geht es weiter nach Flüelen. Leider folgt eine kurze Zugfahrt, da zwischen Sisikon und Brunnen Veloverbot besteht. Aber schon bald geht’s wieder aus eigener Kraft weiter, über den Sattel zurück nach Wädi. Mittlerweile spricht niemand mehr, stumm fahren wir hintereinander her (das hat auch mit dem vielen Verkehr zu tun). Kurz nach 19 Uhr sind wir wieder zu Hause, müde und voller Eindrücke dieser Wahnsinnstour!
Vielen Dank Marleen und Jan für die angenehme Gesellschaft – gegenseitig motiviert man sich am besten!
Und natürlich vielen Dank an Gunther für die Tourenorganisation! Leider mussten wir wetterbedingt um einen Tag schieben, und so war der Tourenleiter selber nicht mit dabei.
Wir sind alle schon gespannt, was die nächste Saison bringt ;-)
Unterwegs von 0:00 bis 19 Uhr, 160km, 3900hm, davon knapp 10km und 1400hm mit den Skiern.
Marcel Plüss