zum schwarze Staa (W/B/T1) Hans Gonzenbach

Tourengruppe/-TypSenioren, Tourengruppen-Parent, Wandern (T1-T3)
Startdatum8.10.25
Enddatum8.10.25
Anmeldeschluss5.10.25
Anmeldenhttps://touren.sac-hoherrohn.ch/tours/view/2cd40bf9-63ed-402d-b69c-0919c8064b74
Beschreibung

8.10.2025 [Mi] Heute wandern wir weder zum höchsten Punkt der Schweiz, auch nicht zum tiefsten. Heute geht’s zum nördlichsten Punkt der Schweiz, nämlich zum Grenzstein 593.
Wir starten in Bargen und folgen dem Wanderzeichen Nordspitze Panoramaweg 593. Der Weg entstand 2015 in einer grenzüberschreitenden Kooperation der Gemeinden Bargen (CH), Blumberg (D) sowie der Wanderwegorganisationen Schwarzwaldverein und Schaffhauser Wanderwege. Oberhalb Chiibacker erreichen wir erstmals die Landesgrenze. Ihr folgen wir meist bergauf und auf Hartbelag bis zum Wolfbühl. Der Rundblick wird uns bei guter Sicht begeistern. Wir verlassen nun die Schweiz und gelangen in deutsches Gebiet, bis wir beim Grenzstein 593, dem Schwarze Staa, wieder Schweizer Territorium erreichen.
Seinen Namen erhielt der Stein, weil hier Verurteilte und Verbannte von der Schaffhauser Obrigkeit nach Deutschland abgeschoben wurden.
Wir überschreiten nochmals die Landesgrenze Richtung Randenbrunnen. Erst beim Hohhengscht marschieren wir, teils auf schmalem Pfad, wieder auf Schweizer Gebiet. Der Wanderweg folgt zuerst dem Hügelgrat und fällt dann steil ins Mülital ab. Unser Ziel Bargen ist nicht mehr fern. Wir dürfen uns nun Grenzgänger des Nordens nennen.
Leider keine Möglichkeit für Startkaffe und Schlusstrunk. Da wir nun früh starten, gibt es für die Rückreise mehr Optionen.


https://map.wanderland.ch/?lang=de&route=all&photos=yes&logo=no&detours=yes&season=summer&layers=Wanderland%2CStation&resolution=7.84&E=2685103&N=1295508&bgLayer=pk&trackId=143314425

Die obigen Angaben stammen aus unserem Tourenreservationssystem (climbIT).

Tourenbericht

TeilnehmerInnen
Max Bircher, Marianne Engeli, Clara Geel, Agnes Isenschmid, Silvia Keller, Verena Lanker, Margrit Schärer, Roger Sonder, Margrit Tobler
Verhältnisse
sonniger Herbsttag

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Auf der Reise nach Schaffhausen ist die Aussicht zunächst vom Nebel getrübt. Doch ab Bargen erfreut uns die Sonne und lässt die herbstlich gefärbten Blätter in den Wäldern der umliegenden Hügel erstrahlen. Die Ruhe und der Weitblick in dieser Gegend sind grandios. Nebst der lieblichen Hügellandschaft erkennen wir die erloschenen Vulkane des Hegaus sowie die Umrisse der Säntisgruppe mit den Churfirsten und den Glarner Alpen.
Wir wandern auf einem Grenzpfad – mal in der Schweiz, mal in Deutschland. Früher als erwartet erreichen wir den «Schwarzen Staa» mit dem Grenzstein Nr. 593. Hier wurden in früheren Zeiten unerwünschte oder kriminelle Gestalten aus der Schweiz vertrieben. Nach einer kurzen Trinkpause führt uns der Weg durch ein Waldstück, wo wir die wärmende Sonne vermissen. Diese begleitet uns dann wieder bei der Mittagsrast.
Der Abstieg zurück nach Bargen beginnt auf einem unscheinbaren Pfad. Danach folgt eine Strecke, die seit der Reko vor etwa drei Wochen zu einer breiten Strasse ausgebaut wurde. Zum Abschluss fordert uns noch ein schmaler Singletrail mit rutschigem Jurakalk und nassen Wurzeln heraus – doch wir meistern ihn und erreichen die Busstation unfallfrei.
Da wir schneller unterwegs sind als geplant, gönnen sich die meisten zum Abschluss in der hübschen Altstadt von Schaffhausen noch eine süsse Belohnung – schliesslich ist Vermicelle-Zeit.

BerichterstatterIn
Hans Gonzenbach, Fotos Verena Lanker, Marianne Engeli